Leichtes Unbehagen oder etwas Angst vor dem Zahnarzt ist völlig normal und weit verbreitet. Vielen Patienten wird bei einem bevorstehenden Zahnarztbesuch etwas mulmig zumute. Allerdings leiden in etwa 25% aller Erwachsenen an einer panischen Zahnarztangst.

Was charakterisiert einen Angstpatienten?

Angstpatienten Zahnarzt Spandau
Angstpatienten befürchten einerseits den Kontrollverlust und das Gefühl der Auslieferung, andererseits sind sie auch beschämt dem Arzt aufgrund schlechter Zähne den Mund zu öffnen. Im Vordergrund steht oftmals auch die Angst vor der eigentlichen Zahnbehandlung. Indikatoren, die mit der Angst einhergehen, sind vielfältig.

Mögliche Symptome können sein:

  • Brechreiz
  • Herzrasen
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißanfälle
  • Übelkeit
  • Zittern

 

Welche Ursachen und Folgen der Zahnarztangst gibt es?

Als Ursachen sind häufig traumatische Erlebnisse beim Zahnarzt in der Kindheit anzuführen. Jedoch können auch negative Schilderungen von Bekannten über Erfahrungen beim Zahnarzt eine solche Angst hervorrufen.

Folgen einer solchen Furcht können Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme, Albträume oder Panikattacken sein. Ein schlechtes Gewissen und unansehnliche Zähne sind oftmals das Resultat. Betroffene Patienten können nicht mehr unbeschwert lachen oder den Mund aufmachen. Außerdem wirkt sich die Angst auch auf das soziale Umfeld und die Lebensqualität aus, da Angstpatienten sich nicht selten isolieren und vereinsamen.

Das Ausbleiben regelmäßiger Kontrolluntersuchungen und gegebenenfalls Behandlungen hat zur Konsequenz, dass Zähne stark kariös werden oder gar absterben. Natürlich kann es auch ganz zu Zahnverlust, Entzündungen sowie Abszessen im Mundraum kommen. Somit leiden Angstpatienten oft unter sehr starken Schmerzen, was im Extremfall zu Missbrauch von Schmerzmitteln oder anderen betäubenden Substanzen führen kann.

 

Wie können wir Angstpatienten helfen?

Sollten Sie unter Angstzuständen vor einer zahnärztlichen Behandlung leiden, können Sie aufatmen. Durch unsere langjährige Erfahrung sind wir bestens mit dieser Problematik vertraut und können Ihre Angst bekämpfen. Wir führen anfangs ein ausführliches Kennenlerngespräch, stellen eine Diagnose und überlegen gemeinsam mit Ihnen welche Behandlung für Sie am besten ist.

Unser Ziel ist es Ihre Angst stufenweise abzubauen. In einem Gespräch versuchen wir die Ursache Ihrer Angst zu diagnostizieren und setzen uns gemeinsam mit diesem Ereignis auseinander.

Für all unsere Angstpatienten nimmt sich unser Team ausreichend Zeit und wir gehen gezielt auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse ein, um Ihre Angst zu überwinden und Ihre Mundgesundheit wieder herzustellen. Gerne erklären wir Ihnen hierzu auch detailliert die einzelnen Instrumente und Behandlungsschritte.

Sollten Sie dennoch wollen, dass die zahnmedizinische Behandlung in einem leichten Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose durchgeführt wird, können wir ihnen diesen Wunsch erfüllen.

Zusätzliche Behandlungsoptionen:

 

– Lachgasbehandlung

Viele Patienten fühlen ein Unbehagen vor einer zahnärztlichen Behandlung oder leiden sogar unter einer Zahnarztangst. Oftmals ist die Angst jedoch unbegründet, da uns in unserer Zahnarztpraxis in Spandau verschiedene moderne Verfahren zur schmerzfreien Behandlung zur Verfügung stehen. Neben der herkömmlichen Lokalanästhesie sowie örtlichen Betäubung gibt es zudem die Möglichkeit der Narkose und Sedierung z.B. mittels Lachgas. Im Allgemeinen unterscheiden wir zwischen der Narkose und Sedierung. Bei der Narkose werden das Bewusstsein und Atemfunktion des Patienten vollständig ausgeschaltet, sodass der Patient während der Behandlung künstlich beatmet wird und keinerlei Schmerzen verspürt. Im Gegensatz dazu wird bei der Sedierung beispielsweise mit Lachgas der Patient beruhigt und das Schmerzempfinden herabgesetzt. Dadurch wird der Patient in eine Art Halbschlaf oder auch Trance versetzt.

Was ist die Lachgasbehandlung genau?

Durch Zahnarztangst werden notwendige Eingriffe erschwert. Daher gibt es die Möglichkeit den Patienten mit Lachgas zu sedieren. Lachgas ist ein geschmack- und farbloses, nicht reizendes Gas mit leicht süßlichem Geruch, das bereits Anwendung im 19. Jahrhundert fand. Es gilt als eine der modernsten und sichersten Methoden, um eine Zahnarztbehandlung entspannt und angstfrei durchzustehen.

Wie erfolgt die Sedierung während der Lachgasbehandlung?

Mit einer speziellen Vorrichtung, dem sogenannten Flowmeter, vermischen wir das Lachgas mit Sauerstoff. Anschließend wird es anhand einer Nasenmaske dem Patienten zugeführt. Ein großer Vorteil der Behandlung ist, dass der Patient während der gesamten Behandlung ansprechbar ist, nicht das Bewusstsein verliert und gleichzeitig jedoch kaum Schmerzen verspürt. Bis heute sind zudem keinerlei schwerwiegenden Komplikationen bekannt.

Sollte Sie unter einer ausgeprägten Angst vor zahnmedizinischen Behandlungen leiden, müssen Sie notwendige Behandlungen nun nicht mehr aufschieben.

Wir verfügen in unserer Zahnarztpraxis in Berlin-Spandau über verschiedene Möglichkeiten die Schmerzen während der Behandlung zu verringern. Vereinbaren Sie noch heute Ihr persönliches Beratungsgespräch – gemeinsam mit Ihnen finden wir eine Lösung.

 

– Intubationsnarkose

Was versteht man unter der Intubationsnarkose?

Die Intubationsnarkose ist eine Form der Allgemeinanästhesie, bei der ein Beatmungsschlauch eingeführt wird. Über eine Infusion verabreichen wir Narkosemedikamente verabreicht, die ein schnelles und angenehmes Einschlafen des Patienten bewirken. Ist eine ausreichende Narkosetiefe erreicht, wird ein muskelentspannendes Medikament verabreicht und anschließend ein dünnes Plastikröhrchen in die Luftröhre geschoben, über das der Patient für die gesamte Dauer des Eingriffs beatmet wird. Zur weiteren Sicherheit des Patienten wird während der gesamten Operation die Aktivität der Herzmuskelfasern mittels eines Elektrokardiogramm (EKG) überwacht sowie der Blutdruck und die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen. Den Schlauch entfernen wir dann vor dem Aufwachen.

Wann findet die Intubationsnarkose Anwendung?

Diese Form der Narkose ist nur bei speziellen Indikationen vorgesehen. Bevor wir uns für eine Narkose mittels Intubation entscheiden, ist ein ausführliches Gespräch sowie Erhebung der Krankengeschichte notwendig. Wenn nach Einschätzung unseres Teams die Behandlung unter lokaler Anästhesie nicht möglich ist, kann eine Vollnarkose vorgenommen werden. Dies ist z.B. der Fall bei extremen Angstzuständen, Verhaltensstörungen sowie geistiger, körperlicher oder psychischer Behinderung. Ebenso kann bei behandlungsunwilligen Kindern die Intubationsnarkose angemessen sein.

ℹ Psychosomatik

Was versteht man unter Psychosomatik?

Auf dem Gebiet der Psychosomatik gehen wir von dem Grundsatz aus, dass Krankheiten nicht ausschließlich organisch bedingt sind, sondern dass immer auch das körperliche Gesamtbefinden, primär der psychische Zustand, des Patienten eine große Rolle spielt. Dies gilt für die Allgemeinmedizin genauso wie in der Zahnmedizin. Als ein klassisches Beispiel hierfür lässt sich das Zähneknirschen anbringen. Tagsüber aufgebaute Spannungen kompensiert man nachts durch Zähneknirschen. Eine Folge dieses Zähneknirschens können beispielsweise eine Parodontitis sein,   aber auch starke Substanzverluste an der Zahnoberfläche in Form von ausgeprägten Schlifffacetten infolge des durch das Knirschen bedingten Abschleifens der Zahnhartsubstanz.

Ein Gespräch mit Ihrem Zahnarzt kann Ihnen sicher weiterhelfen. Besuchen Sie unsere Berliner Praxis.